Handhubwagen: Manuell oder elektrisch?

23. Jul 2019

Als Arbeitgeber liegt es in Ihrer Verantwortung, alles in Ihrer Macht Stehende zum Schutz der Gesundheit Ihrer Arbeitnehmer zu tun. Soweit dies das Heben und Bewegen von schweren Lasten betrifft, obliegt es Ihnen, für angemessene Ausrüstung und Schulung Sorge zu tragen.

Wichtig hierbei: Es geht nicht nur darum, einzelne Vorfälle oder Verletzungen zu vermeiden (wie sie mit dem Bewegen einer besonders schweren Last einhergehen). Sie müssen vielmehr die allmähliche, kumulierende Wirkung im Blick behalten, die das wiederholte schwere Heben auf den Bewegungsapparat Ihrer Arbeitnehmer haben kann, wie auch den Schaden, der Ihnen in geschäftlicher Hinsicht aus derartigen Krankheitsfällen erwachsen kann.

Einfach gesagt: Wer regelmäßig schwere Lasten – oder gelegentlich Lasten von mehr als 500 kg – bewegt, sollte darüber nachdenken, langfristig den Handhubwagen gegen eine Batterie betriebene Version auszutauschen. Bei der ersten Belastungsvariante geht es um die Vermeidung der kumulativen Belastungen. Im Falle besonders schwerer Lasten sind der erste Bewegungsimpuls und das Abbremsen die Problempunkte, aber die Last muss natürlich auch in Bewegung gehalten werden.

Unabhängige Forscher haben 17 unterschiedliche Fabrikate von Handhubwagen getestet, um innerhalb der breiten Palette an Modellen für Lasten zwischen 500 kg und 2000 kg einen verlässlichen Durchschnittswert zu ermitteln.

Die Ergebnisse waren aussagekräftig – und alarmierend.

Um eine Last von 500 kg aus dem Ruhezustand in Bewegung zu setzen, ist eine Kraft von 23,3 kg erforderlich. Erhöht sich das Gewicht der Last auf 2.000 kg (zwei Tonnen), vergrößert sich die Kraft entsprechend auf 46,6 kg – was um ein Etliches über den genannten behördlichen Richtlinien liegt.

Eine 2.000-kg-Last auf einen Handhubwagen zu heben, erfordert ebenfalls enorm viel Kraft – im Schnitt 35,1 kg (wiederum weit über der Richtlinie). Selbst eine Last von zwei Tonnen in Bewegung zu halten (wofür eine Kraft von 30,7 kg benötigt wird), überschreitet die Richtlinien um sage und schreibe 53,3 %.

Fazit

Falls Sie die Größe jeder Ladung nicht auf ein Gewicht von 500 kg oder weniger begrenzen und auch die Zahl der Handhabungen nicht reduzieren können, besteht die einzige realistische (und gesetzeskonforme) Lösung darin, die Handhabung zu mechanisieren und von einem Handhubwagen zu einem Elektro-Niederhubwagen oder elektrisch betriebenen Handhubwagen zu wechseln.

Der große Vorteil hierbei ist, dass die Betriebsabläufe beschleunigt werden und das Risiko von Arbeitsausfällen aufgrund von Gesundheitsproblemen (wie Schmerzen in der Lendenwirbelsäule) sinken wird.

Quelle: Staplerfokus.com