Kommissionieren: So arbeiten Sie produktiv!

13. Feb 2019

Wenn Sie mehr Produktivität aus Ihrem Kommissionierer herausholen wollen, reicht es nicht, schneller zu fahren – arbeiten Sie stattdessen intelligenter. Nur wenn Sie die Zeit des reinen Kommissionierens erhöhen, wird auch die Produktivität steigen. Die beiden Komponenten Technik und Organisation sind nur zusammen in der Lage, echte Fortschritte zu erreichen.

Unterschiedliche Test und Messungen während des Kommissionierens (z.B. durch die niederländische Agentur Andersom Testing) zeigen, dass die maximale Fahrgeschwindigkeit nur einen kleinen Einfluss auf das Kommissionier-Ergebnis hat.

Es macht keinen Unterschied, ob der Stapler 11  oder 14 km/h schafft, wenn die zu fahrenden Strecken nicht sehr lang sind. Lang meint hier Distanzen von mehr als 75 Meter, ohne Hindernisse wie Kreuzungen, Abbiegungen oder anderen behindernden Elementen wie Stapler oder Fußgänger, die zu langsamer Fahrt zwingen.

Nutzen Sie die vorhandene Zeit bestmöglich

Die einzig wahre Produktivitätssteigerung entsteht, wenn es Ihnen gelingt, die Zeit für das Aufnehmen der Ware zu erhöhen. Dies erreichen Sie am besten, indem Sie die Zeit reduzieren, die für andere Aktivitäten genutzt wird. Wie bereits erwähnt, ist der Vorteil höherer Fahrgeschwindigkeiten wegen Geringfügigkeit zu vernachlässigen.

Eine gute Beschleunigung und schnelles Abbremsen (inklusive einer automatischen Geschwindigkeitsreduzierung) bringen sicherlich mehr Erfolg. Wie auch immer, die Anwendungen selbst setzen dabei die Grenzen: Die Ware darf nicht beschädigt werden, die Paletten und Rollcontainer dürfen sich auf den Zinken nicht verschieben. Eine präzise, feinfühlige Lenkung mit optimierten Lenkwinkeln ist da schon von Vorteil, insbesondere bei Arbeiten in kleinen Räumen oder schmalen Gängen.